
Energieeffizienz im Einzelhandel und in Filialunternehmen
Zentrale Überwachung über mehrere Standorte hinweg bietet Überblick und Kontrolle
Die zentrale Überwachung des Energieverbrauchs ermöglicht schnellere Entscheidungen, geringere Betriebskosten und stärkt die Nachhaltigkeit.
Filialunternehmen, insbesondere im Einzelhandel, zeichnen sich durch einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch aus. Energieeffizienz im Einzelhandel ist daher zu einem entscheidenden Schwerpunkt geworden – sowohl zur Senkung der Betriebskosten als auch zur Erfüllung verschärfter Klima- und Berichtspflichten.
Diese Unternehmen verfügen typischerweise über energieintensive Betriebsbedingungen mit vielen Standorten, großen Flächen und langen Öffnungszeiten, oft 365 Tage im Jahr. Sie verwalten heute Hunderte von Standorten, Messpunkten und Anlagen. Die meisten haben ein vollständig digitales Verständnis von Verkauf, Lager und Personal – doch wenn es um Energie, Wasser, Abfall und andere Ressourcen geht, sind die Daten oft verstreut. Das Ergebnis? Fehlender Überblick, langsame Entscheidungen, unnötige Kosten und Ressourcenverschwendung.
Obwohl schwankende Energiepreise weiterhin die Budgets beeinflussen, ist es die Betriebskomplexität – nicht der Preis selbst –, die die größten Herausforderungen verursacht. Je mehr Standorte und Quadratmeter, desto schwieriger wird es, den Energie- und Ressourcenverbrauch im Blick zu behalten und Optimierungspotenziale zu erkennen. Ein präziser Überblick über den Gesamtverbrauch ist daher zu einem strategischen Führungsinstrument geworden – gleichrangig mit Finanz- und Verkaufssteuerung.
Wenn Daten verstreut sind, werden Entscheidungen langsam – und das Risiko für Verluste und Verschwendung steigt
Für Filialunternehmen bedeutet ein fehlender Energieüberblick oft:
- Jede Filiale oder jeder Standort hat eigene Zähler, Lieferanten und Berichtsroutinen – ohne gemeinsame Vergleichsgrundlage oder Benchmark.
- Der Verbrauch wird erst erkannt, wenn die Rechnung kommt – und die Möglichkeit, rechtzeitig zu handeln, ist vertan.
- Keine gemeinsamen KPIs: Wenn eine Filiale 30 % mehr Energie pro m² verbraucht, bleibt das meist unentdeckt.
- Fehlende Dokumentation von Optimierungen und Investitionen erschwert es, neue Maßnahmen zu begründen.
Das bedeutet: Obwohl die Technologie zur Energieeffizienz längst existiert, schreitet die Entwicklung zu langsam voran – fehlende Dateneinblicke sind ein wesentlicher Grund dafür.
Wenn Energie- und Ressourcenverbrauch nicht zentral gemessen und überwacht werden, bleibt das Management reaktiv statt proaktiv. Damit entsteht nicht nur Ineffizienz, sondern auch ein wirtschaftliches Risiko: Verbrauch, der reduziert werden könnte, wird zu einem dauerhaften Kostenfaktor.
Der IEA-Bericht Energy Efficiency 2024 zeigt dass die globale Verbesserung der Energieeffizienz 2023 und 2024 (geschätzt) nur um rund 1 % zunahm – halb so schnell wie das Ziel, das Tempo bis 2030 zu verdoppeln.
Warum Energiemanagement in Filialunternehmen einen zentralen Überblick erfordert
Um den Energieverbrauch über viele Standorte hinweg zu optimieren, ist die zentrale Überwachung des Energieverbrauchs entscheidend. Dazu müssen alle Energie- und Ressourcendaten an einem Ort zusammengeführt werden, um Abweichungen und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu erkennen.
- Frühzeitige Identifizierung von Abweichungen oder Überverbrauch – z. B. Standorte mit ungewöhnlich hohem Standby-Verbrauch.
- Vergleich des Energieverbrauchs über Standorte hinweg – und Priorisierung der größten Potenziale.
- Schaffung einer „Single Source of Truth“, auf deren Grundlage Betrieb, Finanzen und Management gemeinsam arbeiten.
- Schnellere Entscheidungen – auf Basis von Fakten statt Annahmen.
Es geht nicht nur um Technik, sondern um Steuerung und Entscheidungskraft. Ein zentraler Energieüberblick ermöglicht es, schneller zu reagieren, Zeit zu sparen und die Wirkung getroffener Entscheidungen zu dokumentieren.
Vom Energie- zum Ressourcenüberblick
SelObwohl Energie nach wie vor den größten Teil der Betriebskosten vieler Filialunternehmen ausmacht, geht es bei effizientem Management heute um mehr als Strom, Wärme und Kühlung. Einzelhandelsketten verbrauchen auch große Mengen Wasser, Kraftstoff und Verpackungsmaterial – und erzeugen Abfälle, die sowohl Geld als auch CO₂ kosten.
Wenn Daten über Energie und Ressourcen verstreut sind, verliert das Unternehmen nicht nur Einblicke, sondern auch Handlungsspielraum.
Mangelnde Transparenz führt zu Herausforderungen auf mehreren Ebenen:
- Betrieb: Schwer, Verschwendung und Ineffizienz über Filialen und Anlagen hinweg zu erkennen.
- Finanzen: Kosten für Energie, Wasser und Abfall steigen, ohne dass Ursachen identifiziert werden.
- Nachhaltigkeit: Ohne echte CO₂-Tracking-Daten und valide Datengrundlagen können ESG- und CSRD-Berichte keine tatsächlichen Verbesserungen nachweisen.
- Strategie: Zusammenhänge zwischen Energie-, Wasser- und Abfalldaten gehen verloren – und Potenziale zur ganzheitlichen Optimierung bleiben ungenutzt.
Ein integrierter Überblick über Energie- und Ressourcenverbrauch schafft somit bessere Betriebsabläufe, geringere Kosten und stärkere Dokumentation – die Grundlage für eine datengetriebene und glaubwürdige grüne Transformation.
Energieeffizienz in der Praxis: Von Daten zu Handlung
Wenn Filialunternehmen Zugang zu strukturierten Energie- und Ressourcendaten erhalten, erkennen sie oft Muster, die sonst unsichtbar bleiben. Typische Ergebnisse sind:
- Reduzierung des Nachtverbrauchs: Anlagen und Beleuchtung bleiben nach Geschäftsschluss eingeschaltet.
- Bessere Einstellung von Kühl- und Lüftungsanlagen: Falsche Temperaturen oder Laufzeiten verursachen unnötige Kosten.
- Benchmarking: Vergleich des Energieverbrauchs pro m², Kunde oder Umsatz deckt schnell Abweichungen auf.
- Standardisierung des Betriebs: Gemeinsame Verfahren und Energieziele führen zu kontinuierlichen Verbesserungen.
Laut EuroShop (2023) können Filialunternehmen, die systematisch Energieverbrauch überwachen und optimieren, ihren Verbrauch um 10–20 % innerhalb von 12 Monaten senken – ohne größere Investitionen in neue Anlagen.
Das zeigt: Energieoptimierung beginnt mit Einblick, nicht mit Investition. Daten bilden die Grundlage für Handlung.
Wenn Gesetzgebung auf Betrieb trifft: Energiedaten als Nachweis der Zukunft
Neue EU-Vorgaben erhöhen die Anforderungen an valide Energie- und Ressourcendaten sowie Nachvollziehbarkeit. Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) gilt ab dem Geschäftsjahr 2024 mit der ersten Berichterstattung 2025 für große Unternehmen und wird schrittweise auf kleinere ausgeweitet.
Gleichzeitig verpflichtet die EED (Energy Efficiency Directive) die Mitgliedstaaten, den Energieverbrauch bis 2030 um 11,7 % gegenüber der Prognose von 2020 zu senken – ein Ziel, das in der überarbeiteten Richtlinie von 2023 festgelegt wurde.
Das bedeutet, dass auch nicht direkt berichtspflichtige Filialunternehmen zunehmend Anforderungen an dokumentierte Energieperformance seitens Konzernen, Partnern und Behörden erfüllen müssen.
Ein zentraler Verbrauchsüberblick ermöglicht die Dokumentation von Verbrauch, Einsparungen und Verbesserungen – ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Das ist nicht nur ein Vorteil im Betrieb, sondern auch ein Wettbewerbsvorsprung in Compliance und Berichtsfähigkeit.
Von Betriebsdaten zu Führungswert: Warum Energie in die Strategie gehört
Energiemanagement wird zunehmend zu einer Führungsaufgabe. Wird Energie nur als Betriebskostenposten gesehen, bleiben Entscheidungen fragmentiert. Wird sie jedoch Teil der Gesamtleistungssteuerung, entstehen klare Vorteile:
- Einheitliche Datengrundlage: Eine „Single Source of Truth“ – keine manuellen Datenverknüpfungen.
- Gemeinsame KPIs: Energiesteuerung auf derselben Basis wie Verkaufskennzahlen.
- Früherkennung von Abweichungen: Schnellere Reaktion, geringeres Verschwendungsrisiko.
- Dokumentation und Reporting: Einfachere Compliance und interne Business Cases.
Das Unternehmen, das am schnellsten auf seine Daten reagiert, gewinnt einen echten Wettbewerbsvorteil. Energie wird damit nicht nur zum Thema der Kosteneinsparung, sondern der Agilität und Betriebssicherheit.
Der nächste Schritt: Von Einblick zu automatisiertem Energiemanagement
Um den nötigen Überblick zu schaffen, ist der nächste logische Schritt die Automatisierung von Datenerfassung, Überwachung und Reporting. Das geschieht mit einem Energy Management System (EMS) – einer Plattform, die:
- Zentrale Überwachung des Energieverbrauchs über alle Standorte hinweg ermöglicht.
- Alle Energie- und Ressourcendaten standortübergreifend zusammenführt.
- Einen Gesamtüberblick und Echtzeit-Monitoring bietet.
- Alarme, Berichte und Benchmarks automatisiert erstellt – z. B. für Filialen.
- Verbrauch in Einheiten wie Euro, kWh und CO₂ visualisiert.
- ESG-, Management- und ISO 50001-Dokumentation unterstützt – ohne zusätzlichen Aufwand.
- Energieoptimierung zu einem kontinuierlichen Prozess macht statt zu einem einmaligen Projekt.
Mit CSRD und verschärfter EED werden valide Verbrauchsdaten nicht nur ein betrieblicher Vorteil – sondern eine gesetzliche Anforderung. Das richtige EMS schafft den Zusammenhang, in dem Überblick, Effizienz und Compliance zusammenkommen.
Filialunternehmen als Vorreiter in Energiemanagement und Energieeffizienz
Filialunternehmen – insbesondere Einzelhandelsketten – haben aufgrund vieler Standorte, großer Gebäude und langer Betriebszeiten einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch. Energie- und Ressourcenmanagement ist daher zu einem zentralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie geworden.
Viele dieser Unternehmen gehören zu den fortschrittlichsten Akteuren im Bereich Energiemanagement und Energieeffizienz im Einzelhandel. Sie implementieren zentrale Energiemanagementsysteme (oft ISO 50001), überwachen den Verbrauch in Echtzeit und konzentrieren sich strategisch auf die Reduzierung von Energie-, Ressourcenverbrauch und CO₂-Emissionen.
Insbesondere Einzelhandelsketten wie Coop, Salling Group und Elgiganten nutzen seit Jahren datenbasierte Systeme zur Optimierung von Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Heizung – was sowohl Kosten senkt als auch die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens unterstützt.
Dieser systematische Ansatz macht Filialunternehmen zu Vorreitern der grünen Transformation, in der energieeffizienter Betrieb und datengestützte Entscheidungsfindung entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele sind.

Referenz | Elgiganten
Wir nutzen die Energiesteuerung für einen laufenden Dialog mit den Warenhausleitern über den Verbrauch und Einsparmöglichkeiten. Dadurch spart jedes Warenhaus so viel Strom wie 3–4 Haushalte jährlich verbrauchen. Das zahlt sich finanziell aus und kommt gleichzeitig der Umwelt zugute.
FAQ zu Energiemanagement und Energieeffizienz im Einzelhandel
Was bedeutet Energiemanagement in Einzelhandelsketten?
Energiemanagement bedeutet, den Energieverbrauch systematisch zu überwachen, zu analysieren und zu optimieren – über alle Filialen, Lager und Gebäude hinweg. Für Einzelhandelsketten heißt das, dass alle Energiedaten an einem Ort gesammelt werden, sodass Entscheidungen auf Basis von Fakten – nicht von Vermutungen – getroffen werden können. Das reduziert sowohl Energieverbrauch und Betriebskosten als auch CO₂-Emissionen.
Wie kann Energieeffizienz im Einzelhandel schnell Ergebnisse bringen?
Die größten Einsparungen entstehen meist durch eine bessere Steuerung von Anlagen, Beleuchtung und Belüftung. Durch zentrale Überwachung des Energieverbrauchs und den Vergleich von Daten zwischen Filialen können Abweichungen und Verschwendung schnell erkannt werden. Viele Einzelhandelsketten erzielen 10–20 % geringeren Energieverbrauch innerhalb des ersten Jahres – oft ohne Investitionen in neue Anlagen.
Welche Vorteile bietet die zentrale Überwachung des Energieverbrauchs?
Zentrale Überwachung des Energieverbrauchs verschafft dem Management einen vollständigen Überblick darüber, wo und wann Energie genutzt wird. Das ermöglicht proaktives Handeln bei Abweichungen, das Setzen von Leistungszielen und die Dokumentation von Verbesserungen. Für Filialunternehmen bedeutet das schnellere Entscheidungen, weniger Verschwendung und eine bessere Grundlage für Nachhaltigkeitsberichte.
Wie unterstützt ein Energy Management System (EMS) Einzelhandelsketten?
Ein Energy Management System bündelt alle Energie- und Ressourcendaten über alle Standorte hinweg in einer digitalen Übersicht. Es automatisiert Datenerfassung, Alarme und Berichterstattung, sodass das Unternehmen den Verbrauch in Echtzeit verfolgen und die Wirkung von Maßnahmen erkennen kann. Ein EMS ist die Grundlage für datengestütztes Energiemanagement und die Einhaltung von CSRD- und ESG-Anforderungen.
Wie schnell lassen sich mit einem EMS Ergebnisse erzielen?
Die meisten Unternehmen sehen spürbare Verbesserungen innerhalb von 3–6 Monaten. Schon in der Implementierungsphase werden versteckte Muster wie Nachtverbrauch oder fehlerhafte Steuerung von Kühlanlagen erkannt. Das führt zu schnellen Einsparungen und einer besseren Entscheidungsbasis für zukünftige Investitionen.
Wie unterstützt Energiemanagement CSRD- und ESG-Berichterstattung?
Die CSRD verlangt valide und nachvollziehbare Daten zu Energieverbrauch und CO₂-Emissionen. Ein EMS liefert diese Daten automatisch und macht die Berichterstattung präziser und weniger zeitaufwendig. So wird Energiemanagement nicht nur eine betriebliche Maßnahme, sondern ein zentraler Bestandteil der Unternehmensdokumentation und Compliance.
Welche Unternehmen profitieren am meisten vom Energiemanagement?
Filialunternehmen und Organisationen mit vielen Standorten, großen Gebäudeflächen oder energieintensiven Anlagen profitieren am stärksten. Je komplexer der Betrieb, desto wertvoller ist es, alle Energie- und Ressourcendaten in einem System zu bündeln, um den Verbrauch kontinuierlich zu vergleichen und zu optimieren.
Was kostet ein Energy Management System und wie lang ist die Amortisationszeit?
Die Kosten hängen von der Anzahl der Standorte und Messpunkte ab, aber viele EMS-Lösungen amortisieren sich innerhalb von 1–3 Jahren. Das liegt an den nachgewiesenen Einsparungen bei Energie und Arbeitszeit, die entstehen, sobald der Verbrauch sichtbar und in Echtzeit gesteuert wird.
Wie startet man mit zentralem Energiemanagement?
Der erste Schritt besteht darin, bestehende Messdaten an einem Ort zu sammeln und einen Überblick über den Verbrauch zu schaffen. Anschließend kann ein Energy Management System die Datenerfassung automatisieren, sodass das Management einen Gesamtüberblick über Energie-, Ressourcen- und CO₂-Verbrauch erhält. Das schafft die Grundlage für kontinuierliche Energieeffizienz im Einzelhandel und die Erfüllung zukünftiger EU-Anforderungen.
Relevante Links und Ressourcen zur Energieeffizienz im Einzelhandel und in Filialunternehmen
IEA
Energy Efficiency 2024 Report
EU
Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)
Europa-Kommissionen
Energy Efficiency Directive (EED)

Enity EMS
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