
Das finden wir, wenn niemand im Gebäude ist
10 Beispiele für Verschwendung aus den Zählerdaten unserer Kunden
Die teuerste Verschwendung entsteht, wenn niemand vor Ort ist: nachts, am Wochenende und im Sommer. Bei unseren Kunden sind es meist laufende Toiletten und Wasserhähne oder Lüftungs- und Heizungsanlagen, die im Sommer wie im Winter unverändert laufen. Hier zeigen wir Ihnen zehn Beispiele aus kommunalen Gebäuden, Geschäften und Gewerbeimmobilien. In vier Fällen haben wir die Verschwendung gefunden und geholfen, sie zu stoppen. Die sechs anderen zeigen anhand von Berechnungen, was typische Verschwendung kostet.
Gut für Ihr Budget. Gut für das Klima.
Jede kWh und jeder Liter, den wir finden, spart Geld und CO2. Hier ist ein Teil dessen, was wir bei unseren Kunden gefunden haben.
LEERSTEHENDES LADENLOKAL
5.500 €
An einem einzigen Stromzähler gespart, als wir Strom fanden, den niemand nutzte
GEWERBEIMMOBILIE
30.240 kWh
Strom gespart, weil die Lüftung nachts heruntergefahren wurde
IMMOBILIENPORTFOLIO
6,2 %
Weniger Energieverbrauch in einem Jahr bei Wihlborgs
Was wir am häufigsten sehen
Fünf typische Arten von Verschwendung
Verschwendung sieht in den Daten unterschiedlich aus, je nachdem, was die Ursache ist. Hier sind die fünf Muster, die wir bei unseren Kunden am häufigsten sehen, und woran Sie sie erkennen.

Laufende Toiletten und Wasserhähne
Ein gleichmäßiger, flacher Wasserverbrauch die ganze Nacht, obwohl der Zähler fast stillstehen sollte.

Versteckte Lecks
Ein plötzlicher Anstieg des Verbrauchs, der rund um die Uhr anhält und sich nicht nach den Öffnungszeiten richtet.

Lüftung, die rund um die Uhr läuft
Der Nachtverbrauch steigt, während der Tagesverbrauch gleich bleibt.

Strom in leeren Räumen
Der Verbrauch steigt in einem Zeitraum, in dem es im Gebäude keine Aktivität gibt.
1. Laufende Toiletten und Wasserhähne
Das zeigen die Daten: ein gleichmäßiger, flacher Wasserverbrauch die ganze Nacht, obwohl der Zähler fast stillstehen sollte.
Kundenfall: Bei einem unserer Kunden, einem Universitätsgebäude mit über 130.000 m², flossen rund um die Uhr etwa 1 m³ Wasser pro Stunde. Das ist etwa 50-mal so viel wie in derselben Nacht im Vorjahr und rund 24 m³ zusätzlich an einem einzigen Tag. Die Ursache waren sehr wahrscheinlich ein oder zwei laufende Toiletten. Zum Kundenfall: 24.000 Liter Wasser verschwanden, während das Gebäude schlief
Rechenbeispiel: In einer Sporthalle liefen mehrere Toiletten. Der Zähler registrierte rund um die Uhr 690 Liter pro Stunde.

Rechenbeispiel: laufende Toiletten in einer Sporthalle
690 Liter × 24 Stunden = 16.560 Liter (16,56 m³) pro Tag
16,56 m³ × 30 Tage × 6,70 € pro m³ = rund 3.330 € im Monat an zusätzlichen Wasserkosten
Beispiel aus einer Gewerbeimmobilie: Ein Wasseralarm zeigte, dass 30 Tage lang 330 Liter pro Stunde geflossen waren.
Einsparung: Wasserverlust in einer Gewerbeimmobilie
330 Liter × 24 Stunden × 30 Tage = 237.600 Liter (237,6 m³)
237,6 m³ × 6,70 € pro m³ = rund 1.590 €
2. Versteckte Lecks
Das zeigen die Daten: ein plötzlicher Anstieg des Verbrauchs, der rund um die Uhr anhält und sich nicht nach den Öffnungszeiten richtet.
Kundenfall: In einer kommunalen Kita flossen plötzlich 1,6 m³ Wasser pro Stunde, also 38 m³ am Tag. Das Leck befand sich an einem Rohr außerhalb des Gebäudes, im Inneren war also nichts zu sehen. Unser Alarm schlug noch am selben Tag an, und unser Supportteam kontaktierte sofort die Kommune. Nach fünf Tagen war das Rohr gefunden und repariert. Die Einsparung betrug rund 7.400 € an einem einzigen Zähler im Mai. Zum Kundenfall: Eine Kita verbrauchte jeden Tag so viel Wasser wie eine Familie in drei Monaten
3. Lüftung, die rund um die Uhr läuft
Das zeigen die Daten: der Nachtverbrauch steigt, während der Tagesverbrauch gleich bleibt.
Kundenfall: Ein Geschäft in einem Einkaufszentrum verbrauchte in einer Sonntagnacht etwa 39 kWh pro Stunde, gegenüber etwa 7 kWh in derselben Nacht im Vorjahr. Die Lüftung lief rund um die Uhr. Enity EMS schlug noch in derselben Nacht Alarm, unser Supportteam kontaktierte den Kunden, und der Fehler war innerhalb von zwei Tagen behoben. Der Mehrverbrauch lag bei etwa 290 kWh pro Nacht. Zum Kundenfall: Wissen Sie, welche Ihrer Standorte heute Nacht Überstunden machen?
Rechenbeispiel: In einem kommunalen Gebäude lief die Lüftung rund um die Uhr statt nur während der Öffnungszeiten. Das führte zu einem Mehrverbrauch von 5 kWh pro Stunde in den 14 Stunden, in denen das Gebäude geschlossen war.

Rechenbeispiel: Lüftung in einem kommunalen Gebäude
5 kWh × 14 Stunden = 70 kWh Mehrverbrauch pro Tag
70 kWh × 360 Tage × 0,27 € pro kWh = 6.804 € im Jahr an zusätzlichen Stromkosten
Beispiel aus einer Gewerbeimmobilie: Eine Lüftungsanlage lief im Dauerbetrieb. Durch die Umstellung auf reduzierten Betrieb abends und nachts sparte die Immobilie jeden Tag 12 Stunden lang 21 kWh pro Stunde.
Einsparung: Lüftung in einer Gewerbeimmobilie
12 Stunden × 21 kWh × 120 Tage = 30.240 kWh
30.240 kWh × 0,27 € pro kWh = rund 8.165 €
4. Heizung, die den ganzen Sommer läuft
Das zeigen die Daten: der Heizverbrauch sinkt im Sommerhalbjahr nicht wie erwartet.
Rechenbeispiel: In einer Schule lief eine Heizungsanlage das ganze Jahr ununterbrochen. Das führte zu Verschwendung, vor allem im Sommer, als der Mehrverbrauch bei etwa 500 kWh pro Tag lag.

Rechenbeispiel: Heizung im Sommer in einer Schule
0,5 MWh × 180 Tage × 47 € pro MWh = 4.230 € an zusätzlichen Heizkosten im Sommerhalbjahr
Beispiel aus einer Gewerbeimmobilie: Eine Heizungsanlage lief im Sommer wie im Winter unverändert, statt auf Sommerbetrieb umgestellt zu werden. Das führte zu einem Mehrverbrauch von 6 MWh im Juni und 7 MWh im Juli.
Einsparung: Sommerbetrieb in einer Gewerbeimmobilie
6 MWh + 7 MWh = 13 MWh × 67 € pro MWh = 871 €
5. Strom in leeren Räumen
Das zeigen die Daten: der Verbrauch steigt in einem Zeitraum, in dem es im Gebäude keine Aktivität gibt.
Kundenfall: Ein Ladenlokal stand nach einer Geschäftsschließung leer. Trotzdem stieg der Stromverbrauch von unter 150 kWh auf über 600 kWh pro Tag. Das entspricht dem Tagesverbrauch von etwa 50 Haushalten. Unser Supportteam entdeckte den Mehrverbrauch bei der täglichen Überwachung und kontaktierte den Kunden, und die Verschwendung wurde nach etwa 11 Tagen gestoppt. Die Einsparung betrug rund 5.500 € an einem einzigen Zähler. Zum Kundenfall: Ein leerstehendes Ladenlokal verbrauchte so viel Strom wie 50 Haushalte
Kundenfall: Wihlborgs
6,2 % weniger Energieverbrauch in einem Jahr
Einzelne Fehler können viel Geld kosten. Den größten Nutzen erzielen Sie jedoch, wenn alle Ihre Gebäude überwacht werden und Sie täglich mit den Daten arbeiten. Unser Kunde Wihlborgs besitzt, betreibt und vermietet Gewerbeimmobilien im Großraum Kopenhagen und hat 349 fernausgelesene Zähler in Enity EMS. Mit einem Standby-Modul sieht Wihlborgs, ob die Immobilien besonders viel Energie verbrauchen, wenn sie eigentlich im Leerlauf sein sollten. Durch aktives Ressourcenmanagement und Echtzeitdaten senkte Wihlborgs den gesamten Energieverbrauch innerhalb eines Jahres um 4 kWh pro m², das entspricht 6,2 %.
“Bei Wihlborgs nehmen wir unsere Umweltverantwortung ernst. Jeden Tag arbeiten wir daran, unseren Energieverbrauch zu optimieren und so die CO2-Emissionen unserer Immobilien zu senken.”
Mikkel Willard, ESG-Entwickler bei Wihlborgs
So berechnen Sie die Kosten der Verschwendung
Sie können selbst ausrechnen, was Verschwendung kostet. Dafür brauchen Sie drei Werte: wie viel pro Stunde fließt, wie viele Stunden es andauert und was Sie für den Verbrauch bezahlen.
Mehrverbrauch pro Stunde × Stunden pro Tag × Anzahl Tage × Ihr Preis = Kosten der Verschwendung
Die Preise in den Rechenbeispielen oben sind Beispielwerte. Setzen Sie Ihre eigenen Preise für Wasser, Strom und Wärme ein, um zu sehen, was die Verschwendung bei Ihnen kostet.
Warum fällt Verschwendung auf der Rechnung nicht auf?
Wasser-, Strom- und Heizkostenabrechnungen kommen oft vierteljährlich oder jährlich. Auf einer Monatsrechnung geht eine einzelne Nacht im Rest des Monats unter, und eine laufende Toilette kann so monatelang unbemerkt bleiben. Liegt das Leck außerhalb des Gebäudes, steht nicht einmal Wasser auf dem Boden, das es verrät.
In vielen Gebäuden ist abends, am Wochenende und in den Ferien niemand vor Ort. Bei vielen Gebäuden können Sie nicht alle manuell im Blick behalten. Erst wenn Sie den Verbrauch Stunde für Stunde betrachten und mit dem normalen Niveau vergleichen, wird die Verschwendung sichtbar.
So erkennen Sie Verschwendung selbst
Drei Anzeichen, auf die Sie achten sollten

Nachtverbrauch
Prüfen Sie den Verbrauch zwischen 1 und 4 Uhr. Ist das Gebäude leer, sollte der Wasserverbrauch nahe null und der Stromverbrauch niedrig und stabil sein.

Wochenende
Vergleichen Sie mit demselben Wochentag im Vorjahr, nicht mit dem Vortag.

Sommer
Der Heizverbrauch sollte im Sommerhalbjahr deutlich sinken.
Ein gleichmäßiger, flacher Verbrauch deutet auf eine Anlage hin. Ein schwankender Verbrauch deutet auf Aktivität hin.
So unterstützen wir Sie
In Enity EMS erfassen wir die Daten Ihrer Zähler Stunde für Stunde und senden Ihnen einen Alarm, wenn der Verbrauch vom Normalwert abweicht. Der Alarm zeigt, wann die Abweichung begonnen hat und wie viel fließt, sodass Sie gezielt nach dem Fehler suchen können.
Wenn Sie den Verbrauch nicht selbst überwachen möchten, wählen Sie Enity Full Service. Dann überwacht unser Supportteam Ihre Energiedaten täglich mit fortschrittlichen Analysewerkzeugen und KI. Wir prüfen Alarme und Abweichungen jeden Tag und melden uns bei Ihnen, wenn etwas nicht stimmt.
Die Kundenfälle im Detail
Die Kommune Halsnæs
Das Leck, das niemand sah
Geschäft zu, Lüftung an
Alle Referenzen ansehen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Energieverschwendung in Gebäuden?
Energieverschwendung ist Strom-, Wasser- oder Wärmeverbrauch ohne Nutzen. Typischerweise laufen Anlagen, obwohl niemand das Gebäude nutzt, etwa die Lüftung in der Nacht, die Heizung im Sommer oder laufende Toiletten.
Was sind die häufigsten Ursachen für Wasserverluste?
Laufende Toiletten, undichte Ventile, defekte Spülkästen, nicht ganz schließende Wasserhähne und undichte Rohre. Die Fehler sind oft klein, wirken aber rund um die Uhr.
Was kostet eine laufende Toilette?
Das hängt davon ab, wie viel Wasser fließt. In einem unserer Beispiele verbrauchten mehrere laufende Toiletten in einer Sporthalle 16,56 m³ Wasser pro Tag. Bei 6,70 € pro m³ sind das rund 3.330 € an zusätzlichen Kosten im Monat.
Wie erkenne ich Energieverschwendung in der Nacht?
Indem Sie den Verbrauch Stunde für Stunde verfolgen und mit dem normalen Niveau vergleichen. Steigt der Nachtverbrauch, während der Tagesverbrauch gleich bleibt, läuft etwas, das ausgeschaltet sein sollte. Mit Alarmen in Enity EMS werden Sie automatisch benachrichtigt und müssen nicht selbst überwachen.
Warum verbraucht ein Gebäude im Sommer Wärme?
Meist, weil die Heizungsanlage ununterbrochen läuft, statt sich nach der Jahreszeit zu richten. Das führt im gesamten Sommerhalbjahr zu Mehrverbrauch, der selten auffällt, weil niemand friert.
Wie viel kann ich mit Energieüberwachung einsparen?
Das hängt von Ihren Gebäuden ab und davon, wie aktiv Sie mit den Daten arbeiten. Unser Kunde Wihlborgs senkte den Energieverbrauch seiner Immobilien innerhalb eines Jahres um 6,2 %. Auch einzelne Fehler können teuer sein: Eine Lüftung, die in einer Gewerbeimmobilie nachts lief, kostete rund 8.165 €, bevor sie auf reduzierten Betrieb umgestellt wurde.
Wie schnell lässt sich Verschwendung erkennen?
Mit stündlichen Daten und Alarmen können Sie Verschwendung noch am selben Tag erkennen. In zwei unserer Kundenfälle schlug der Alarm noch am selben Tag oder in derselben Nacht an, in der die Verschwendung begann.



